Über unsere Technik

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Unsere Technik zur Energieerzeugung

Derzeit betreiben wir zwei Anlagen im Energiepark Dieselstraße, die in den Gültigkeitsbereich des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz fallen: die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage und das Heizkraftwerk. Darüber hinaus betreiben wir Energieanlagen im gesamten Bundesgebiet.

Solarthermie

Bei einer Solarthermie-Anlage wird die Sonnenenergie genutzt, um regenerativ Wärme zu produzieren. Diese Wärme wird seit Oktober 2019 über die Solarthermie in Trotha erzeugt und ins hallesche Fernwärmenetz eingespeist.

Photovoltaik

Das Portfolio an Photovoltaikanlagen und damit unsere Erfahrungen als Errichter und Betreiber in Halle (Saale) sowie dem Bundesgebiet wächst stetig. Hauptsächlich handelt es sich um Freiflächenanlagen, aber auch Aufdachanlagen mit derzeit einer installierten Leistung von 138,4 MWp.

Mit diesen Anlagen wurden in 2023 insgesamt 118.421 MWh Solarstrom erzeugt. Dabei deckt unser Solarpark „Phönix“, der auf der ehemaligen Aschedeponie im Norden von Halle (Saale) errichtet wurde, mit seinen 32.200 Modulen zum Beispiel den Verbrauch von 3.000 Haushalten ab.

Mit Kompetenz und Weitsicht voran
Wir sind der Partner in Sachen Energie. Unsere Unternehmensgeschichte beginnt bereits in den 1920er Jahren. Seit nunmehr 100 Jahren gehen wir nicht nur mit der technischen Entwicklung mit, sondern treiben sie voran. Unser Ziel ist und bleibt die sichere und bezahlbare Versorgung der Stadt Halle (Saale) mit Strom und Wärme.

Unser Anlagenportfolio ist so vielfältig wie wir selbst und entwickelt sich aktuell hin zu einer klimaneutralen Zukunft. Neben unseren, über ganz Deutschland, verteilten Photovoltaikanlagen und Windkraftbeteiligungen, liegt unser hauptsächlicher Wirkbereich als kommunaler Energieversorger in unserer Heimatstadt. Neben Planung, Bau und Betrieb unserer vielen kleinen und mittleren Anlagen sowie die unserer Kunden, liegt uns unsere Kraftwerkstechnik und -weiterentwicklung am Herzen.

 

Energiepark Dieselstraße

Der EVH-Standort Dieselstraße entstand 1972 und hat sich seither immer weiterentwickelt, mittlerweile hin zu einem hocheffizienten Energiepark. In den letzten Jahren wurden dort umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen.

So wurde beispielsweise ein neuer Kraftwerksblock errichtet, Wärmepumpen nachgerüstet, eine Power-to-Heat-Anlage errichtet und unser zweiter großer Wärmespeicher erbaut. Dieser Wärmespeicher, den wir Energie- und Zukunftsspeicher nennen, hat diverse Vorteile. Aufgrund seiner Größe kann ein kompletter Kraftwerksblock beispielsweise auch einmal zwei Tage durchgehend abgestellt werden. Das kann bei stark schwankenden Strompreisen am Markt wirtschaftlich durchaus sinnvoll sein bei konstanter Versorgungssicherheit.

Generell lässt sich die Energieerzeugung somit flexibler organisieren, was positive Effekte auf die Stabilität im Stromnetz hat. Letztendlich erwarten wir doch alle, dass unabhängig davon, wie stark der Wind weht oder die Sonne scheint, Energie immer so verfügbar ist, wie wir sie brauchen.

Power-to-Heat Anlage

Die Power-to-Heat Anlage ist eine effiziente Lösung für die Nutzung des Überschussstroms. Denn eine große Herausforderung stellt die schwankende Verfügbarkeit der erneuerbaren Energien dar. Wenn zum Beispiel Windkraft- und Photovoltaikanlagen mehr Strom erzeugen als ins Netz eingespeist werden kann, werden diese Anlagen normalerweise abgeschaltet. Die Power-to-Heat Anlage wandelt diesen überschüssigen Strom in Wärme um und leitet das aufgeheizte Wasser in den angeschlossenen Energie- und Zukunftsspeicher.

Bei Bedarf wird die Wärme dann in das hallesche Fernwärmenetz unserer Kundinnen und Kunden verteilt. Dabei geht praktisch keine Energie verloren, da der Wirkungsgrad beeindruckende 99,9 % beträgt.

Die Fertigstellung und feierliche Inbetriebnahme fand Ende 2023 statt. In der nächsten Umwelterklärung können die Produktionsdaten des ersten Betriebsjahres (2024) abgerechnet werden.

Notfallplanung

Zur Minimierung bzw. Vermeidung von Störungen, Risiken und anderen negativen Folgen für Mensch und Umwelt wurden umfangreiche Maßnahmen realisiert. Die relevanten Standorte und Anlagen sind mit Netzersatzanlagen ausgestattet, die uns eine Stromversorgung wichtiger Verbraucher und Anlagenteile sichert, falls das allgemeine Stromnetz ausfallen sollte.

Alle Öl-Transformatoren, die sich in unserem Eigentum befinden, sind frei von polychlorierten Biphenylen (PCB). Dies sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen. In betrieblichen Regelungen zum Gewässerschutz und zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind präventiv wirkende Festlegungen getroffen. Die Verfahrensweisen bei eingetretenen Störungen in Anlagen, die eine Beeinträchtigung des Umweltmediums Grundwasser bzw. Oberflächengewässer nach sich ziehen könnten, sind umfassend beschrieben.

Es werden regelmäßig Brandschutzkontrollen und -unterweisungen sowie Übungen bezüglich des Verhaltens bei Alarm durchgeführt. Für unsere hochwassergefährdeten Objekte und Anlagen liegen detaillierte Anweisungen zum Vorgehen bei Hochwasser vor, die ein gefahrloses Außerbetriebnehmen der betreffenden Anlage und trotzdem Versorgungssicherheit gewährleisten. Die aus den für die Objekte und Anlagen durchgeführten Gefährdungsanalysen resultierenden Maßnahmen sind in Verfahrensanweisungen konkretisiert.

Die konsequente Realisierung von Unfallverhütungsmaßnahmen und kontinuierliche Sicherheitsarbeit in allen Unternehmensbereichen begründen ein hohes Niveau im Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Über einen externen Katastrophenschutzbeauftragten besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Halle (Saale) zu diesem Thema.

Seit unserer Gründung traten keine Vorkommnisse auf, die einen Notfall verursachten.

PDF-Dokumente
Zahlen, Daten und Fakten.

Energiewende-Broschüre.

 

Die Technik der KWT zur Energieerzeugung

1924 entstand an den Ufern der Saale, in Halle-Trotha, ein Elektrizitätswerk. In den 100 Jahren, die seither vergangen sind, hat sich der Standort kontinuierlich und entsprechend dem Stand der Technik hin zu einem modernen Energiepark entwickelt.

Aktuell stehen wir vor der Aufgabe bei gleichbleibender Qualität und Versorgungssicherheit den Sprung hin zur Klimaneutralität zu planen und noch vor 2045 auch umzusetzen. Diese Herausforderung stellen wir uns mit vollster Hingabe.

Die Entwicklung der KWT

1924 wurde in Halle-Trotha ein Elektrizitätswerk gebaut, welches mit Braunkohle befeuert und dem Wasser aus der Saale gekühlt wurde.

1969 wurde das Kraftwerk zur Versorgung von Halle-Neustadt als großtechnische Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage) umgestaltet.

1994 ist ein neues Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung errichtet worden. Dieses besteht aus einer Gas-und-Dampfturbinen-Anlage (GuD-Anlage) mit Abhitzekessel und drei Spitzendampferzeugern. Der Abhitzekessel nutzt die Gasturbinenabwärme, damit diese nicht ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben werden muss. Die Spitzendampferzeuger werden, wie die Gasturbine, mit Erdgas befeuert.

2012 wurde die Gasturbinenanlage nach Ablauf der maximalen Betriebsstundenanzahl modernisiert.

2020/21 folgten dann, entsprechend dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, die jüngsten Modernisierungen und Erweiterungen am Standort, um wiederrum die Effizienz und den Brennstoffnutzungsgrad zu erhöhen.

Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Die KWT und EVH möchten dieses Ziel bereits bis 2040 erreichen. Daher wurde die Vision 2040 formuliert.

Teil der Energiewende

Die KWT ist ein wichtiger Akteur der Energiewende. Die weitere Effizienzsteigerung und die Ablöse von Erdgas als Energieträger sind die wesentlichen Punkte auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion von Strom und Wärme für die Stadt Halle (Saale), bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit.

Alle Maßnahmen zu diesem Thema können Sie jederzeit aktuell mitverfolgen unter klimaschutz-halle.de/

PDF-Dokumente
Zahlen, Daten und Fakten.

Kraftwerks-Broschüre der KWT.