Klimaschutz innerhalb von Halle (Saale)

Klimaschutz in Halle (Saale)

Unsere besondere Verantwortung für den Klimaschutz in Halle (Saale) ist uns bewusst. Mithilfe innovativer Technologien, effizienter Prozesse und nachhaltiger Praktiken arbeiten wir konsequent daran, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur zu begrenzen und angenehmere Lebensbedingungen in unserer Saalestadt zu schaffen.

Kommunale Wärmeplanung

Unserer Hauptaufgabe zur Erreichung der Klimaneutralität ist die Dekarbonisierung der Energieerzeugung – also die Minimierung des CO2-Ausstoßes durch Verwendung erneuerbarer Energien, wie Wind, Sonne oder Biomasse (zur Erzeugung von Wärme und Strom).

Ein kommunaler Wärmeplan bildet die Grundlage, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Mithilfe dieses Fahrplans sind Kommunen in der Lage, fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Genauso soll er auch alle anderen lokalen Akteure bei individuellen Investitionsentscheidungen unterstützen.

Für den Wärmebereich wird beginnend in 2023 sowohl ein Transformationsplan für die Fernwärme bis Ende 2024 als auch dienstleistend für die Stadt Halle (Saale) bis Ende 2025 ein Kommunaler Wärmeplan erarbeitet.

Das Projekt „Warmes Gebäude“

Als Beitrag zur Umsetzung des Energie- und Klimapolitischen Leitbildes der Stadt Halle (Saale) soll im Rahmen des Projektes „Warmes Gebäude“ die Wärmeerzeugung in der Stadt Halle (Saale) effizienter und umweltfreundlicher gestaltet werden. Dazu werden die Heizungsanlagen inkl. der peripheren Anlagen (Regelung, Pumpen, Brenner usw.) erneuert. Diese neuen Anlagen verfügen über einen höheren Wirkungsgrad und reduzieren daher den CO2-Ausstoß. Da wo es netztechnisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird durch einen Medienwechsel von Heizöl auf Gas bzw. von Gas auf Fernwärme eine weitere CO2– Reduktion erreicht.

Zur Wärmeversorgung kommunaler Objekte existieren in der Stadt Halle (Saale) über 270 Heizungsanlagen. Davon werden durch die Energiedienste GmbH 137 Anlagen erneuert und betrieben. Mit der in den Anlagen erzeugte Energie werden die städtischen Liegenschaften mit Wärme für Raumheizung und Warmwasser beliefert.

Das Projekt „Roadmap 2045“

Die Roadmap 2045 wurde von der Energie-Initiative Halle (Saale) ins Leben gerufen, um getätigte Klimaschutzmaßnahmen sichtbar zu machen und Maßnahmenpläne zur Erreichung der Klimaneutralität noch vor 2045 darzustellen. Damit wollen wir Klimaschutzziele erreichen und unseren Vorsprung beim Klimaschutz erhalten und ausbauen. Alle Informationen finden Sie hier.

Klimaneutralität in der Saalestadt
Wir gestalten die Energiewende in Halle (Saale) partnerschaftlich. Durch gezielte Klimaschutzprojekte unterstützen wir die Reduzierung von CO2-Emissionen und fördern eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Energie-Initiative Halle (Saale)

Die Energie-Initiative Halle (Saale) wurde bereits 2016 ins Leben gerufen, um Projekte für die Energiewende in Halle partnerschaftlich umzusetzen. Ihre mittlerweile über 30 Mitglieder kommen aus vielen für Halle relevanten Branchen. So beteiligen sich neben uns – als EVH – und den Stadtwerken Halle, einzelne Wohnungsunternehmen, Krankenhäuser, Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, die Stadt Halle (Saale) selbst und weitere Institutionen unserer schönen Saalestadt.

Durch die Mitwirkung aller beteiligten Unternehmen und Institutionen im Projekt sind bereits große Teile der energiepolitischen Handlungsfelder und der Transformation in eine klimaneutrale Zukunft für Halle abgedeckt.

Die wesentlichen Hauptziele der Energie-Initiative Halle (Saale) sind die sichere und bezahlbare Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Energie und die Saalestadt noch vor 2045 klimaneutral zu machen.

Klimabilanzierung & Klimaschutzprojekte

Die Bundesregierung hat im Klimaschutzgesetz (KSG) einen Fahrplan festgelegt, wie die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft bis zum Jahr 2045 schrittweise Treibhausgasneutral werden soll. Es wurden Jahresobergrenzen für Emissionen in den Bereichen Energiewirtschaft“, „Industrie“, „Gebäude“, „Verkehr“, „Landwirtschaft“ sowie „Abfallwirtschaft und Sonstiges“ festgelegt. Die Klimabilanzierung unterliegt dem Standard des Greenhouse Gas Protocol (GHG). Den regulatorischen Rahmen für die Roadmap 2045 bilden somit das Bundes-Klimaschutzgesetz sowie das Greenhouse Gas Protocol.

Alle Klimaschutzprojekte, die bisher umgesetzt wurden, mitsamt ihrer Klimabilanz können Sie unter klimaschutz-halle.de interaktiv nachlesen.

Unsere Umweltziele 2023

  • Sanierung von fünf geplanten Contracting-Anlagen – alle Anlagen befinden sich in Halle (Saale)
  • Errichtung von Ladesäulen im Technischen Betriebshof der Netzgesellschaft Halle und im Energiepark Dieselstraße für die Mitarbeitenden ist erfolgt
  • Errichtung von fünf Fahrgastunterständen mit integrierten PV-Modulen im Sicherheitsglas der Dachkonstruktion des ÖPNV ist erfolgt
  • Die Methodik der Klimabilanzierung für die EVH wurde in eine jährliche Routine überführt. Die Ergebnisse werden zur Ableitung von Handlungsempfehlungen genutzt und in Form von Steckbriefen veröffentlicht.
  • Die Inbetriebnahme von 2 der 5 Anlagen ruht aus technischen Gründen.
Umweltschonende Nahwärmeanlagen

Im Auftrag von Dritten (Contracting) betreibt die EVH insgesamt mehr als 270 Nahwärmeanlagen, davon über 200 Anlagen im Stadtgebiet von Halle (Saale). Prinzipiell wird in den EVH-eigenen Anlagen Erdgas als Brennstoff eingesetzt. Einige wenige Contracting-Anlagen innerhalb und außerhalb des Stadtgebietes werden aufgrund der Infrastruktur beziehungsweise zur Sicherung der Versorgungssicherheit mit Heizöl oder Flüssiggas betrieben.

Insgesamt betreibt die EVH 50 Blockheizkraftwerke (BHKWs) mit einer thermischen Gesamtleistung von 5.811 kWth und einer elektrischen Gesamtleistung von 3.989 kWel. Davon betreiben wir 24 BHKWs im Stadtgebiet Halle mit insgesamt 2.548 kWth und 1.656 kWel. BHKWs zeichnen sich durch hohe Energieeffizienz aufgrund der verbundenen und gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom aus. Im Vergleich zur konventionellen (getrennten) Wärme- und Stromerzeugung kann durch den Einsatz von BHKWs der Verbrauch sowie der CO2-Ausstoß signifikant (bis zu 40 %) reduziert werden.

Elektroautos in Halle (Saale)

Im Jahr 2023 haben Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Ladeinfrastruktur der EVH im Stadtgebiet ihre Elektroautos insgesamt mit 228.190 kWh aufgeladen. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch des Vorjahres.

Die zur Ladung von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen abgegebene Ladestrommenge wurde zu 100% mit O.K. Power-Label zertifizierten Grünstrom gedeckt.

Im Stadtgebiet wird der Ladeinfrastrukturmarkt zunehmend durch Ladepunkte Dritter und künftig durch das Deutschlandnetz bedient. Der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur wird den politischen Akteuren und dem Markt überlassen. So können knappe Ressourcen auf den Erhalt und die Weiterentwicklung bestehender Ladestandorte sowie auf wichtige Energiewende-Herausforderungen konzentriert werden.

Die Anzahl von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen in Halle (Saale) nimmt stetig, aber insgesamt auf niedrigem Niveau zu (2.907 BEV und PHEV von insgesamt 112.826 zugelassenen Fahrzeugen zum 31.12.2023).

Ökostrom-Bezug unserer Kundinnen und Kunden

Im Jahr 2023 bezogen unsere Privat-, Gewerbe- und Großkunden 179.146.910 kWh Ökostrom. Davon entfallen 166.878.018 kWh auf Großkunden und 12.268.892 kWh auf Privat- und Gewerbekunden.

Noch mehr Fakten zum Ökostrom in Halle (Saale):

  • Seit 2021 betreibt die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) ihre Straßenbahnen mit 100 % Ökostrom der EVH.
  • Die Stadt Halle (Saale) deckt ihren Strombedarf für alle Ihre Einrichtungen und Standorte seit Mitte 2020 mit dem Ökostrom der EVH. Bei diesem Ökostrom handelt es sich konkret um ausgewiesenen Regionalstrom unserer PV-Großanlage „Phönix“ in Halle-Trotha.
  • Allein durch die Umstellung der kommunalen Immobilien auf Ökostrom werden in der Saalestadt ca. 4.700 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart.

Klimaschutz in Halle (Saale)

Ebenso trägt die Heizkraftwerk Halle-Trotha GmbH (KWT) eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz in Halle (Saale). Aktuell und in den kommenden Jahren wird weiterhin fossiles Erdgas zum Betrieb des hocheffizienten Kraftwerks eingesetzt und somit CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen.

Es wird nicht nur daran gearbeitet, das Ausmaß der Auswirkungen auf das Klima so gering wie möglich zu halten. Dazu werden innovative Technologien eingesetzt und effiziente, nachhaltige Prozesse etabliert, um den Einsatz von Erdgas auf ein technisch mögliches Minimum zu senken.

Parallel werden ebenso handfeste Pläne in eine klimaneutrale Zukunft erarbeitet. Die Weichen dafür müssen jetzt gestellt werden, um bis spätestens 2045 das gemeinsame Gesellschaftsziel erreichen zu können.

Kommunale Wärmeplanung

Hauptaufgabe der KWT zur Erreichung der Klimaneutralität ist die Dekarbonisierung der Energieerzeugung – also die Minimierung des CO2-Ausstoßes durch Verwendung erneuerbarer Energien, wie Wind, Sonne oder Biomasse (zur Erzeugung von Wärme und Strom).

Ein kommunaler Wärmeplan bildet die Grundlage, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Mit Hilfe dieses Fahrplans sind Kommunen in der Lage, fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Genauso soll er auch alle anderen lokalen Akteure bei individuellen Investitionsentscheidungen unterstützen.

Für den Wärmebereich wird beginnend in 2023 sowohl ein Transformationsplan für die Fernwärme bis Ende 2024 als auch dienstleistend für die Stadt Halle (Saale) bis Ende 2025 ein Kommunaler Wärmeplan erarbeitet.

Das Projekt „Roadmap 2045“

Die Roadmap 2045 wurde von der Energie-Initiative Halle (Saale) ins Leben gerufen, um getätigte Klimaschutzmaßnahmen sichtbar zu machen und Maßnahmenpläne zur Erreichung der Klimaneutralität noch vor 2045 darzustellen. Damit sollen Klimaschutzziele erreicht und der Vorsprung beim Klimaschutz ausgebaut werden. Alle Informationen finden Sie hier.